Das Literaturschiff liegt bereits wieder eine Woche zurück. Und doch hat es mich gedanklich begleitet. Nach meinem eigenen "Vorlese-Erlebnis" habe ich die Autorin Rebekka Salm gefragt, was ihr das Vorlesen bedeute. Eine sehr offene Frage, wie sich zeigte. Ich meinte Lesungen, Anlässe, im Verlaufe derer sie ihr Buch, ihre Bücher vorstellt. Sie dachte erst einmal an die abendliche Zeit mit ihrer Tochter. Verschiedene Gefühle? Aus Sicht der Autorin ja. Einmal sehr nah, sehr intim. Einmal ein Wagnis, "weil man nichts über die Zuhörenden weiss". Mir ist Rebekka Salm im Laufe der Lesung sehr nahe gekommen. "Wie der Hase läuft" dreht sich um Lücken in der Lebensgeschichte, von denen es bei mir einige gibt. Manche von ihnen beschäftigen mich immer mal wieder. Doch schreibenderweise habe ich mich ihnen noch nie genähert. Wer weiss, was eine Lesung alles bewirkt? Vielleicht liegt der Unterschied auch beim Vorlesen in der Geschichte...


