Heute ist Weltfrauentag. Also jenes Datum, das von Zeitungen, Internetforen und Nachrichtensendungen für Reportagen rund um den Feminismus genutzt wird. Auch ich nutze diesen Tag seit vielen Jahren. Doch heute ist der Blinkwinkel ein anderer. Diese Woche war ich eigentlich krank. "Eigentlich" weil mein Sturkopf nicht klein beigegeben hat. Ich wollte meinen Workshop nicht verschieben (by the way, ich habe die Inspiration trotz Husten sehr genossen). Ich wollte wissen, wie meine Artikel im Layout aussehen, und und und... Manche dieser Aufgaben machten Sinn. Andere waren das Ergebnis meines Produktivitätsanspruchs an mich selbst. Und mir war nicht bewusst, wie hoch diese Ansprüche an mich immer noch sind. Ein Teil davon ist Teil meiner "weiblichen" Erziehung. "Eine Pause gibt es erst, wenn Haushalt, Job, Aussehen, Zwischenmenschliches ... gemanagt sind." Mein Kopf weiss: "Das ist unmöglich!" Mein Gefühl braucht Unterstützung. Vielleicht geht es der einen oder anderen Leserin wie mir? Für Euch alle darum meine Wünsche zum Weltfrauentag: "Tut ohne schlechtes Gewissen, was Ihr tun wollt. Löcher in die Luft träumen, lesen, arbeiten, Kaffee trinken oder NICHTS. NICHTS. Und wenn Ihr nicht wisst, was Ihr wollt, dann schicke ich Euch Kraft, das auszuhalten. Denn egal wer Ihr heute seid oder was Ihr tut - Ihr seid gut!"


