Als ich vier Jahre alt war, liebte ich Chäshörnli mit Apfelmus. Die Käsesorte war mir egal, sie hatte nur die Aufgabe, die Hörnli gut zusammenzukleben. Sie sollten Fäden ziehen, wenn ich in den Teller hineinlangte, um den Löffel zu füllen. Den Unterschied zwischen Apfelmus aus der Dose (süss, stücklos und mattgrünlich) zu selbstgemachtem Apfelmus (grüngolden und süsssäuerlich) lernte ich, als mein Götti mich einmal zu meinem Lieblingsessen einlud. Die Hörnli mussten weich sein, aber eine Form haben. Röstzwiebeln gab es bei uns zu Hause keine - meine Mutter hasste Zwiebeln und an dieser Tatsache war nicht zu rütteln. Bis ich später selber kochte. Erst als Erwachsene wurde mir klar, wie praktisch meine kindliche, kulinarische Vorliebe für meine Mutter gewesen war. Sie hat gleichzeitig unser gestresstes Budget entlastet und mein Gesicht strahlen lassen.