Was passiert mit mir, wenn ich lese? Das ist eine gute Frage, denn diesbezüglich bin ich mehr als zweigeteilt. Da ist der Berufsgeist, der fast sofort den Text analysiert. Gefällt mir die Wortwahl? Erkenne ich die Bedeutung? Finde ich, der Text wird dem Thema gerecht? Wortwiederholungen beispielsweise stressen mich schnell und unbarmherzig. Der zweite Geist begibt sich in die beschriebene Geschichte. Empathie für Wörterketten, die Charaktere, die daraus entstehen. Wenn mein eigener Gemütszustand mich durch eine Geschichte trägt, dann kann es sein, dass sich ein Gefallen tags darauf in Luft auflöst. (Manchmal fällt es so schwer zehn Minuten ohne Pause durchzuschreiben. Hier ein solches Ergebnis - ungeschönt)